Turnieridee

Meinem Team aus ausschließlich ehrenamtlichen Sportbegeisterten und mir war es immer schon ein Anliegen, den sportlichen Ehrgeiz und die regelmäßige Bewegung, vor allem von Jugendlichen aber auch von Berufstätigen, zu fördern. Als so genannter Bürohengst, weiß ich wie schwer es ist, den inneren Schweinehund zu überwinden und einer regelmäßigen sportlichen Betätigung nachzugehen.

So fasste ich im Frühjahr 2006 den Beschluss, einige Jungs aus unserem Grätzel in Wien Floridsdorf zu motivieren, ihre Freizeit sinnvoller, zum Beispiel mit sportlichen Aktivitäten wie Fußball, zu gestalten. Diese deutliche Kampfansage an die Playstation, den Fernseher und den Zigaretten- und Alkoholkonsum fiel auf fruchtbaren Boden und rasch hatten sich 20 Burschen im Alter von 13 - 25 Jahren gefunden, die von dieser Idee begeistert waren. Das war der Startschuss zum Aufbau der "Parkmannschaft" Vatos Locos, was soviel heißt wie verrückte Freunde.

Durch regelmäßiges Training im Jedleseerpark und bei Trainingsspielen mit befreundeten Hobbyteams, formten und verbesserten sich nach und nach Teamgeist, Kondition und Spielverständnis der Vatos Locos. Bei diversen Trainingsspielen habe ich einige Mannschaften kennen gelernt, die den Wunsch mit mir und meinen Spielern teilten, sich im sportlich fairen Wettkampf auch mit anderen Teams messen zu wollen.

So entschloss ich mich, die Organisation einer Turnierreihe von Hobbyteams zu übernehmen und legte somit den Grundstein für das "Wiener Kickal Turnier". Die Hallenmiete, Kosten für Schiedsrichter, die Verpflegung der Spieler, Pokale sowie die Finanzierung einer Web-Seite als Informations- und Kommunikationsmedium etc. stellen einen nicht unbeträchtlichen finanziellen Aufwand dar. Um das Nenngeld für die Teilnahme der Teams möglichst niedrig halten zu können, bemühe ich mich daher, Sponsoren für diese Hobby-Fußball Turniere zu gewinnen. Mein Ziel ist es, dass die Teilnahmekosten für den Einzelnen den Preis einer Kinokarte nicht überschreiten und unsere jugendlichen Spieler durch finanzielle Barrieren von einer möglichst breiten Beteiligung nicht abgehalten werden.

Ich möchte nämlich mit dieser Turnierreihe im Sinne des Gemeinwohles einen Beitrag dazu leisten, dass Fitness und das körperliche Wohlbefinden, speziell bei jungen Menschen, einen noch höheren Stellenwert bekommen. Dabei dürfen jedoch der Spaß am Spiel und der Ehrgeiz nach Erfolgserlebnissen, welche in der Schule oder im Beruf vielleicht da und dort fehlen, nicht zu kurz kommen. "Mens sana in corpore sano" was bedeutet, ‚ein gesunder Geist in einem gesunden Körper‘, möge als Leitgedanke für möglichst viele "Kickal Turniere" in der Halle oder am grünen Rasen dienen.

Abschließend möchte ich noch anmerken, dass auch die Politik gefordert wäre, den Schulsport und die Möglichkeiten für Hobbysportler mehr zu unterstützen.



Oliver Feicht